„Tabus brechen oder hüten?“ – Das Neuwerk ist wieder da!

Wir, neun Studierende aus dem Kommunikationsdesign und den Design Studies an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule, haben in Kooperation ein Magazin produziert, in dem zwischen den theoretischen Auseinandersetzungen erstmals auch eine Auswahl praktischer Arbeiten platziert ist. Projekte aus den verschiedenen Disziplinen der Designstudiengänge der Burg stehen neben Texten und Interviews. Unser Thema – Tabu – zu fassen, in Wort und Form, schien uns eine lohnenswerte Herausforderung: designrelevante Bereiche beleuchten, über die sonst nur ungern oder überhaupt nicht gesprochen wird, eine Studie darüber, was ein Tabu eigentlich ist, wer ein Tabu als solches empfindet, welche Rolle Tabus in unserer Gesellschaft spielen und was sie mit Design zu tun haben.

JourFix am 2. April um 18 Uhr im Neuwerk 7! Kommt vorbei und erfahrt mehr über unser Magazin!

#5 süß-sauer (mit scharf) – ab sofort im Buchhandel erhältlich!

Es ist wieder soweit: Die Neuwerk – Zeitschrift für Designwissenschaft geht in die nächste Runde. In dieser fünften Ausgabe beschäftigen wir uns mit dem großen Thema Essen. Im Besonderen haben wir uns mit Gebräuchen, Sitten, sowie Grenzbereichen der Esskultur befasst.

Haben Sie schonmal daran gedacht Würmer zu essen?
Und wenn Sie es vorhätten, würden Sie ein Foto davon posten?
Schonmal ein Schwein geschlachtet?
Welche der vielen Gabeln benutzt man für den Salat?
Was hat das eigentlich mit Design zu tun?

Die Neuwerk #5 süß-sauer (mit scharf) erscheint am Mittwoch, 18. April 2018. Beziehbar ist die Zeitschrift über die Bibliothek der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, über den Verlag form+zweck Berlin, sowie über den Buchhandel.

Neuwerk – Zeitschrift für Designwissenschaft / Release:
am Mittwoch, 18. April 2018 um 19 Uhr,
im Seminarraum der Bibliothek, Neuwerk 7,
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Die Redaktion der fünften Neuwerk-Ausgabe freut sich auf dein Kommen!
Julia Gaßmann, Philipp Günther, Lisa Hillers, Anja Jeschaunig, Julia Mederus und Lismarie Thuy

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Pressekit Neuwerk Vier

Das Pressekit für die Neuwerk 4 können Sie gerne unter neuwerk[at]burg-halle.de anfordern oder hier als ZIP-Datei herunterladen. Es beinhaltet die unten dargestellten Bilder (Bilder von Yvonne Most) und ein pdf mit folgendem Pressetext.

Wie leise kann überzeugende Gestaltung sein? Sind wir im Zustand der allgemeinen Reizüberflutung nicht dankbar, wenn jemand oder etwas Zurückhaltung übt? Ist leises Design in jeder Situation identisch mit angemessenem Design?
Stille und Design, eine Beziehung, so komplex wie eindeutig. Stille kann im Sinne einer nutzerfreundlichen Gestaltung zum Ideal erhoben oder in einem verkaufsorientierten, lauten Design verneint werden. Für die Macher der vierten Neuwerk-Ausgabe bedeutet Stille im Design visuelle Angemessenheit und beständige Gestaltungslösungen, die es ermöglichen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Zwangsläufig ist eine solche stille Gestaltung an eine ethische Entwurfshaltung gebunden. Diese umfasst einen verantwortungsvollen Umgang mit den physischen Ressourcen der Erde sowie den psychischen Ressourcen des Menschen.
Das Magazin greift dabei verschiedene Dimensionen des Themas auf: die auditive, die visuelle, die kommunikationstheoretische und die letztendlich vielschichtige Nutzererfahrung.
Fünfzehn Autoren und Autorinnen haben Texte zu unterschiedlichen Aspekten des Themas beigetragen. Fotografische, illustrative und literarische Exkurse runden die Auseinandersetzung mit dem Thema ab und nähern sich den nicht zu verbalisierenden Wesenszügen der Stille an.

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Neuwerk im Druck

Nach fast einem Jahr Arbeit ist die Neuwerk Nummer vier heute in den Druck gegangen. Die Teamarbeit zu sechst hat uns sehr viel Spaß bereitet, wir haben uns durch kleine Tiefs geboxt, hatten viele positive Erlebnisse, sind um viele Erfahrungen reicher und nun unfassbar gespannt Ende Januar endlich das fertige Magazin in den Händen zu halten. Danke an alle Autoren, Sie hören bald von uns!

Freut euch mit uns auf 192 Seiten spannende Lektüre, Fotografien und Illustrationen.

 

Buch „fast” von Natascha Tümpel

Auch Natascha Türmpel hat sich auf eine Art mit unserem Thema befasst. Passend dazu stellt sie uns freundlicherweise ihre Arbeit ›fast‹ zu Verfügung – ein typografisches Buchprojekt, das wir auch den Lesern unseres Blogs nicht vorenthalten wollen.

Sie schreibt:

Das experimentelle Buch ›fast‹ interpretiert typografisch und buchgestalterisch die Grenzerfahrung zwischen ‚Etwas‘ und ‚Nichts‘, zwischen ‚Hier‘ und ‚Dort‘ – das Nahezu, Beinahe, Kaum.
Über fünfzehn ausgewählte Texte aus Philosophie, Belletristik und Poesie werden durch eine reduzierte und feinfühlige Anwendung der Univers und eine eingeschränkte, aber sinnliche Farbpalette interpretiert. Die Univers, als vermeintlich ›sachliche‹ Schrift, bringt dabei ein fein-nuanciertes Spiel mit verhaltenden Gefühlsstimmungen hervor.
 
Sachte konturieren sich Typografie und Layout am starken Auftritt der Farben. Das Durchscheinen des Papiers kommt dabei genauso zum Tragen, wie ein bestimmender Weißraum und der Bezug zum Formatrand. Ruhe stellt sich auf jeder Seite neu und immer wieder anders ein – Stille ist jedoch nicht nur das Reduzieren von Information, sondern auch deren Verdichtung zu einem beruhigenden Rauschen.
 
Dieses Wechselspiel von Zeigen und Vorenthalten bestimmt die Choreografie des Buches – das Lesen wird dabei ein Schauen, das versucht, das zu sehen, was nur sichtbar wird, indem man wegsieht.
 

Natascha Tümpel, Dipl.-Designerin (FH), M.A. Studio Art, *1975 in Bangkok, Thailand ist Kommunikationsdesignerin und arbeitet vorwiegend mit dem Medium Buch. Der Schwerpunkt ihres Designbüros Natascha Tümpel – Kommunikationsdesign liegt auf visueller Konzeptionen für die Kunstbranche, kulturelle Institutionen und das Verlagswesen. Nach längeren Auslandsaufenthalten in den USA und Grossbritannien lebt und arbeitet sie zurzeit in Jena (Thüringen).

Weitere Abbildungen des Buches ›fast‹ unter
Buchlabor
Natascha Tümpel

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Kurzfilm „Noema” von Julia Hilbert

Julia Hilbert hat im Rahmen ihrer Bachelorarbeit an der FH Würzburg einen Kurzfilm zum Thema Stille geschaffen, den wir sehr sehenswert finden:

Sie schreibt dazu:

NOEMA führt den Betrachter visuell wie akustisch durch die sinnlich, helle, klare, schöne bis hin zu der dunklen, düsteren, verstörend leeren Seite der Stille.
Konzeptionell basierend auf „The Poetics of Space“ von Gaston Bachelard, japanischem Zen-Buddhismus, Milan Grygars Synästhesie und soziologischer Recherche (Weißer Folter vs. permanenter Reizüberflutung im urbanen Alltag) spielt der Film mit der Dualität von Distanz und Nähe, Klang und Nicht-Klang, der Dynamik des poetischen Bildes und einer großen, nahezu statischen Ruhe. Das Motiv des Tagtraumes wird zum Sinnbild der bewussten Rückkehr in die eigene, innere Stille – und damit visuell wie akustisch zu einer Art Raum, den man betreten kann.
Die Grenzen zwischen Leere, Ruhe und Stille verschwimmen: Lichtdurchflutet und nachfinster, kristallin und erdrückend schwer, warm und kalt in einem, ist Stille weder schwarz noch weiß – sie ist beides. Mit unendlich vielen Nuancen dazwischen.
 
 

NOEMA von Julia Carina Hilbert auf Vimeo.

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